Sony PlayStation 2 Slim
| Modell-/Baujahr | PlayStation 2: 2000 / PlayStation 2 Slim: ab 2004 |
| CPU | „Emotion Engine“, MIPS-R5900-basiert @ ca. 294,9 MHz |
| RAM | 32 MB RDRAM |
| Grafik | „Graphics Synthesizer“ @ ca. 147,5 MHz mit 4 MB embedded DRAM (eDRAM) |
| Anzeige | TV-Ausgang über AV-Multi-Out; typischerweise 480i/576i, einzelne Titel auch 480p |
| Massenspeicher | CD-/DVD-Laufwerk, Memory Cards; Spiele überwiegend auf DVD-ROM |
| Schnittstellen | 2× Controlleranschluss, 2× Memory-Card-Schacht, 2× USB, Ethernet, AV-Multi-Out, optisches Digitalaudio |
| Energieversorung | externes Netzteil |
| Controller | DualShock-2-Controller mit zwei Analogsticks, Steuerkreuz, Schultertasten und Vibrationsfunktion |
| Eigenschaften | DVD-Wiedergabe, Abwärtskompatibilität zu vielen PlayStation-Spielen, Top-Loader-Laufwerk |
| Bemerkungen | Slim-Modell ohne Erweiterungsschacht für eine interne Festplatte (Hard Disk Drive, HDD); Netzwerkanschluss integriert |
Die PlayStation 2 erschien im Jahr 2000 als Nachfolger der ersten PlayStation (1994). Sie gehörte zur sechsten Konsolengeneration und trat gegen Segas Dreamcast, Nintendos GameCube und Microsofts erste Xbox an. Ihr Erfolg beruhte nicht nur auf der reinen Spieleleistung: Für viele Haushalte war die Konsole zugleich ein vergleichsweise günstiger DVD-Spieler. Zusammen mit der Abwärtskompatibilität zu vielen Spielen der ersten PlayStation und einer schnell wachsenden Spielebibliothek wurde die PS2 zu einer der erfolgreichsten Spielkonsolen überhaupt.
Technisch war die PlayStation 2 ungewöhnlich aufgebaut: Im Mittelpunkt steht der von Sony und Toshiba entwickelte „Emotion Engine“-Prozessor. Er ist nicht einfach nur eine Haupt-CPU, sondern kombiniert einen MIPS-Kern mit zusätzlichen Einheiten für Gleitkomma- und Vektorberechnungen. Gerade bei 3D-Geometrie konnte das System dadurch sehr leistungsfähig sein, verlangte den Entwicklern aber eine recht hardwarenahe Arbeitsweise ab.
Auch der Grafikchip, der sogenannte „Graphics Synthesizer“, verfolgt einen eigenen Ansatz. Er besitzt nur 4 MB eingebetteten Grafikspeicher, kann darauf aber sehr schnell zugreifen. Gegenüber späteren, stärker programmierbaren Grafikprozessoren wirkt diese Architektur weniger flexibel, für die Zeit um 2000 war sie jedoch sehr leistungsfähig. Viele bekannte PS2-Spiele nutzen gerade diese speziellen Eigenheiten aus, statt auf eine PC-ähnliche Standardarchitektur zu setzen.
Das vorhandene Gerät ist kein frühes großes Modell mit Laufwerksschublade, sondern die deutlich flachere Slim-Variante. Diese erschien 2004 und ersetzte den ausfahrenden Laufwerksschlitten durch ein aufklappbares Top-Loader-Laufwerk. Außerdem wurde der Netzwerkanschluss direkt in das Gerät integriert. Im Gegenzug entfiel der große Erweiterungsschacht der ursprünglichen PlayStation 2, über den sich dort Netzwerkadapter und interne Festplatte nachrüsten ließen.
Die Slim-Version wirkt wesentlich unauffälliger als die ursprüngliche PS2 und passt mit ihrem flachen schwarzen Gehäuse eher zu DVD-Playern der frühen 2000er Jahre.