Commodore Amiga 500
| Jahr | 1991 |
| CPU | Motorola 68000 @ 7,09 MHz |
| RAM | 512 kB |
| Betriebssystem* | Amiga OS 1.3 |
| Schnittstellen | Audio, Display (RGB), Floppy, Parallel, Serial, 2 x Joystick/Maus |
| Bemerkungen | später 500er, schon mit Board vom 500+ |
| vorh. Zubehör | externe Floppy, int. Speichererweiterung (512 kB) mit Echtzeituhr, Tank-Mouse, Video-Backup-System, SCART-Kabel |
| Reparaturen | interne Floppy ersetzt, SCART-Kabel repariert |
| Zustand | funktioniert, unverbastelt/keine Gehäusemodifikationen, bis auf Tastatur wenig Gilb |
Das Betriebssystem AmigaOS war 1985 das erste Betriebssystem für Heimanwender mit präemptiven Multitasking und kam zudem mit grafischer Oberfläche. Apple und Microsoft brauchten in der PC-Geräteklasse für dieses echte Multitasking noch viele Jahre: Microsoft brachte mit Windows 95 erst 1995 ein entsprechendes OS für Heimanwender und User mit Apple-PCs mussten dafür noch bis 2001 (MacOS-X) warten.
Einen Nachteil hat der im Amiga verbaute 68000er jedoch: Er bietet mit seiner linearen Speicherverwaltung ohne Zusatzhardware von Haus aus keinen Speicherschutz.
Grundsätzlich war der Amiga 500 ein auf Kostenreduktion getrimmter Rechner der 16/32-Bit-Klasse für den Heimgebrauch, der ohne eingebauten Massenspeicher (HDD) verkauft wurde. Auch die Videoausgabe war nicht bürotauglich. Dafür kam er mit allerlei “Spezialchips” für Grafik- und Soundeffekte, die in einer Zeit, da Intel-PCs mit CGA-Grafik und ohne Soundkarte auskommen mussten, wegweisend waren. Das daraus resultierende Image des “Spielecomputer-Herstellers” konnte Commodore im Nachgang nie wieder ablegen.
Mit dem abgebildeten “VideoBackupSystem” von “Performance Peripherals Europe” konnten Floppy- und Festplatten-Inhalte auf VHS gesichert werden.